Seit Januar 2013 ist das Projekt ROCK YOUR LIFE! (RYL) an unserer Schule. Die Initiative vermittelt Coaching-Beziehungen zwischen SchülerInnen unserer 8. und 9. Klassen und Studierenden der Universität Mannheim. Das heißt, je einE SchülerIn und einE StudentIn treffen sich regelmäßig mindestens zweimal im Monat in der Schule oder anderswo. Gemeinsam tauschen sie sich über die Ziele der/des SchülerIn aus und suchen Wege, sie zu erreichen. Der Austausch soll zwei Jahre dauern.

Ziel der Initiative ist es, unsere SchülerInnen beim Übergang Schule-Beruf zu unterstützen oder sie auf die weiterführende Schule vorzubereiten. Gemeinsam suchen Coach und Coachee Praktikumsplätze, schreiben Bewerbungen, üben für Klassenarbeiten oder gehen auch einmal Fußball spielen.

 

Die Humboldt-Werkrealschule ist die ERSTE Schule in Mannheim, die mit ROCK YOUR LIFE! kooperiert. Bisher haben sich 15 unserer SchülerInnen dafür entschieden, eineN Coach haben zu wollen. Nach gemeinsamem Kennenlernen im Januar gab es Ende Februar und kurz vor den Osterferien zwei Auftaktveranstaltungen mit SchülerInnen und StudentInnen. Ab jetzt treffen sich Coach und Coachee zu zweit, zu ihren selbst festgelegten Terminen.

 

Herr Leber, unser Schulleiter, erklärt, warum RYL an der Humbolt-Werkrealschule genau richtig ist: "ROCK YOUR LIFE! habe ich an die Schule geholt, da viele SchülerInnen Unterstützung brauchen. Motivierte Studentinnen und Studenten können unseren SchülerInnen deshalb besonders gut helfen, weil sie gleichzeitig Vorbildfunktion haben, und trotzdem durch ihre junges Alter dicht am Leben der Jugendlichen dran sind. Studierende wissen, worauf es beim Lernen ankommt und können motivieren. Sie übernehmen in Teilbereichen die Rolle der großen Schwester oder des großen Bruders."

 

ROCK YOUR LIFE! gibt es in fast 30 Städten in Deutschland. Das Netzwerk setzt sich seit Ende 2008 für bessere Bildungschancen ein. Die von RYL zu Coaches ausgebildeten Studierenden wollen die Talente der SchülerInnen stärken und sie für neue Herausforderungen trainieren.

Alle Coaches engagieren sich ehrenamtlich. Von den regionalen RYL-Teams werden sie auf ihre zweijährige Coaching-Beziehung vorbereitet. Der Austausch zwischen SchülerInnen und StudentInnen läuft Eins-zu-Eins. Während die SchülerInnen direkte Unterstützung erhalten und ihr Coach Vorbild sein kann, erleben die Studierenden Herausforderungen und Lebenswelten unserer SchülerInnen.

Schirmherren und -frauen von RYL sind Dr. Annette Schavan (ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung), Cem Özdemir (Bundesvorsitzender von Bündis 90/Grüne) und Prof. Dr. Gesine Schwan (Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance).

 

Hier geht's zur Website von RYL Mannheim:

http://rockyourlife.de/standort/mannheim

Hier finden Sie den Internetauftritt des bundesweiten Netzwerkes:

http://rockyourlife.de/informationen



Einblicke in Coaching-Beziehungen unserer SchülerInnen

Ibrahim (9b) und Max


Als Max seinen Freunden erstmals von seiner Tätigkeit als Coach berichtete, war die Vorstellung unter den Zuhörern ähnlich: eine Tasse Kaffee, Versicherungsbögen und der Antrag für die Riesterrente, dabei die Hand auf der Schulter von Ibrahim - seinem 14-jährigen Coachee.
Dass diese Szene Bestandteil einer Coaching-Beziehung sein kann, ist nicht ausgeschlossen - der Regelfall ist es freilich nicht. „Bei ROCK YOUR LIFE! beten wir ja nicht vor wie die Welt funktioniert“, erklärt Max den Freunden. Gerade zu Beginn der gemeinsamen Zeit steht das gegenseitige Kennenlernen im Fokus; Vertrauen wird aufgebaut, das nächste Treffen per Telefon, Facebook oder E-Mail vereinbart. Die Bedeutung dieser Phase darf nicht unterschätzt werden. Und deshalb verabreden sich Ibrahim und Max weiterhin zum Döner essen, kicken oder Kinobesuch. Dabei sprechen die Beiden über alles Mögliche. Themen wie Schule, Familie oder Zukunft werden immer häufiger angeschnitten, Möglichkeiten für den Berufseinstieg diskutiert.
Die Ausbildung zum KFZ-Mechaniker findet Ibrahim spannend, ob ihm der Beruf wirklich liegt, möchte er aber vorher über ein Praktikum herausrausfinden. Die zweiwöchige Schnupperphase in einem Betrieb ist für das nächste Schuljahr geplant. Max unterstützt ihn mit Tipps bei der Suche nach dem Praktikumsplatz und der Erstellung der Bewerbungen, um bei all den Optionen nicht
den Überblick zu verlieren.
Ein ähnliches Ziel verfolgen die zwei bei ihrem nächsten Treffen: mit Kompass und Karte geht es auf eine Wandertour in den Wald. Vielleicht begegnet das Tandem einem von Max‘ Freunden. Dass das Formular zur Riesterrente dann nicht mit im Rucksack ist, wird schnell klar...

 

Oktober 2013, Text von RYL! Mannheim

RYL berichtet über vier Coach-Cochee-Beziehungen und ihre Erfolge
RYL-Berichte.pdf
PDF-Dokument [1.0 MB]

COACHING-INTERVIEW // April 2013

 

Mit: Ayse Türe und Lisa Schlichtner

 

Was habt ihr bis jetzt bei euren Treffen gemacht?

Bei unserem ersten Treffen waren wir im Vapiano am Wasserturm Kaffeetrinken und haben den Gegenüber zu so ziemlich allen Themen, die uns eingefallen sind, abgeklopft. „Dabei hat Ayse mich ziemlich ins Kreuzverhör bezüglich meiner Einstellungen zu Beziehungen genommen. Im Gegenzug wollte ich dann eine genaue Begründung, weswegen Ayse denn Polizistin werden will. Die Antwort kam auch prompt:“ „ Ich brauche einfach Action in meinem Leben, bei so einem Bürojob würde ich verrückt werden.“

Die letzten Tage haben wir in der Stadtbücherei Mannheim Prozentrechnen für den Mathetest am Freitag gepaukt. Dabei haben wir Formeln in kleine Kurzgeschichten umgewandelt. Die Mathelehrerin war davon sogar so begeistert, dass Ayse dieses System am Montag im Unterricht vorstellt.

Am Samstag waren wir noch zusammen bei dem Treffen der „Marketing-Gang“, die den Stand auf dem Schulfest der Humboldtschule am 3. Mai organisiert. Ayse wurde als Ressource für Insiderinformationen genutzt und organisierte noch schnell ein Telefonat mit ihrer Lehrerin, als das Organisationschaos überzugreifen schien. In den Denkpausen hielt Ayse die Teilnehmer mit spannenden Geschichten aus ihrer turbulenten Streitschlichterkarriere als Streitschlichterin in der Schule bei Laune.

 

Was macht eure Coaching-Beziehung aus?

Wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden was wahrscheinlich unter anderem daran liegt, dass unsere Wertvorstellungen sich sehr ähneln und Meinungsverschiedenheiten deswegen praktisch nicht auftreten. Jedoch hat genau das ein Problem dargestellt! „Ayse wusste ganz genau, dass sie Polizistin werden will und ist an diese Aufgabe sowieso schon mit einem erstaunlichen Engagement rangegangen. „Ich wusste gar nicht so genau wo denn jetzt das Ziel unserer Beziehung sein soll“ - Lisa. „Meine Mutter hat sich schon gefragt, ob das mit RYL! überhaupt etwas bringt, weil wir nur Kaffeetrinken gegangen sind und nichts für die Schule gemacht haben“ - Ayse.

Jetzt haben wir uns als Ziel gesetzt, dass Ayse ihre drei in Mathe auf eine zwei bringt und treffen uns zweimal wöchentlich zum Mathelernen an festgelegten Terminen. Lachen können wir dabei auch genug, sehr zum Ärger der anderen „Bibliotheksinsassen“, und werden dabei auch noch unserem Tatendrang gerecht.

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